Ratgeber

Melanom-Vorbeugung und Sonnenschutz

6 Min.

Das Melanom ist einer der gefährlichsten Hautkrebsarten, aber zugleich einer der am besten vermeidbaren. Die meisten Fälle hängen mit ultravioletter Strahlung zusammen — das bedeutet, dass du einen großen Teil des Risikos tatsächlich senken kannst. In diesem Artikel schauen wir uns die Risikofaktoren für ein Melanom an und zeigen, wie du deine Haut in der Praxis vor der Sonne schützt, ohne auf ein aktives Leben im Freien zu verzichten.

Was löst ein Melanom wirklich aus?

Der wichtigste vermeidbare Faktor ist die UV-Strahlung — sowohl von der Sonne als auch aus dem Solarium. UV-Strahlung schädigt die DNA in den Hautzellen, und angesammelte Schäden können Jahre später zu Krebs führen. Besonders gefährlich sind Sonnenbrände, vor allem in Kindheit und Jugend — ein einzelner schwerer Sonnenbrand mit Blasen zählt mehr als eine milde, gleichmäßige Bräune.

Eines sollte man verstehen: Bräune ist kein Zeichen von Gesundheit. Sie ist die Abwehrreaktion der Haut auf eine Schädigung. Jede Rötung und jedes Schälen nach dem Sonnenbad ist ein Hinweis darauf, dass auf Zellebene ein Schaden entstanden ist.

Risikofaktoren, die man kennen sollte

Das Melanomrisiko ist nicht gleichmäßig verteilt. Mehr Wachsamkeit ist bei Menschen angebracht, auf die einer oder mehrere der folgenden Faktoren zutreffen:

Wenn du mehrere dieser Faktoren bei dir erkennst, ist das kein Grund zur Panik — sondern ein Grund für regelmäßige Beobachtung und vernünftigen Schutz.

Sonnenschutz in der Praxis

Wirksamer Schutz ist nicht eine einzelne Maßnahme, sondern ein Bündel von Gewohnheiten, die zusammen die UV-Dosis, die deine Haut erreicht, deutlich verringern.

Sonnencreme — so verwendest du sie richtig

Sonnencreme ist kein "Freifahrtschein" für unbegrenztes Sonnenbaden. Sie ist ein Teil des Schutzes, nicht der gesamte.

Schatten, Tageszeit und UV-Index

Der einfachste und günstigste Schutz ist, die Sonne in den intensivsten Stunden zu meiden. In gemäßigten Breiten ist die Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Prüfe den UV-Index in der Wettervorhersage — ab einem Wert von 3 lohnt sich Schutz. Hilfreich ist die Schattenregel: Ist dein Schatten kürzer als deine Körpergröße, brennt die Sonne kräftig und der Schatten ist die bessere Wahl.

Kleidung, Hut, Sonnenbrille

Stoff ist eine der wirksamsten Barrieren gegen UV-Strahlung. Ein leichtes langärmeliges Hemd, ein Hut mit breiter Krempe (der Ohren und Nacken schützt) und eine Sonnenbrille mit UV-Filter schützen besser und bequemer als Sonnencreme allein. Es gibt auch Kleidung mit deklariertem UPF-Schutzfaktor, nützlich für langen Aufenthalt im Freien.

Solarium — es gibt keine "sichere" Bräune

Solarien geben konzentrierte UV-Strahlung ab und wurden von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft — derselben Kategorie wie Tabakrauch oder Asbest. Die Nutzung von Solarien, besonders in jungen Jahren, erhöht das Melanomrisiko deutlich.

Eine "gesunde" Solariumbräune gibt es nicht. Wenn dir ein gebräunter Teint wichtig ist, sind Selbstbräuner (färbende Kosmetik) ohne UV deutlich sicherer.

Und was ist mit Vitamin D?

Ein häufiges Argument gegen Schutz lautet: "Ich brauche doch die Sonne für Vitamin D." Es stimmt, dass die Haut unter UVB Vitamin D bildet, aber zur Deckung des Bedarfs genügen kurze, tägliche Expositionen kleiner Hautflächen — kein stundenlanges Sonnenbaden und keine Sonnenbrände. In gemäßigten Klimazonen, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, ist eine vernünftige und sichere Lösung die Supplementierung von Vitamin D, am besten mit dem Arzt abgestimmt. So musst du nicht zwischen einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel und dem Schutz vor einem Melanom wählen.

Kinder schützen — eine Investition fürs ganze Leben

Die Haut ist in der Kindheit besonders empfindlich, und Sonnenbrände in dieser Zeit haben großen Einfluss auf das Risiko im Erwachsenenalter. Deshalb lohnt es sich:

Vorbeugung heißt auch regelmäßige Beobachtung

Sonnenschutz senkt das Risiko, beseitigt es aber nicht. Die zweite Säule der Vorbeugung ist die Früherkennung — ein im Frühstadium entdecktes Melanom ist in der überwiegenden Mehrheit der Fälle heilbar. Deshalb lohnt sich jeden Monat eine Selbstuntersuchung der Haut, und zweifelhafte Muttermale solltest du einem Hautarzt zeigen. Hier hilft die ABCDE-Regel ebenso wie das Wissen, wie ein Melanom aussieht und welche ersten Anzeichen es gibt.

Hier kommt J-Skin ins Spiel. Die App lässt dich Muttermale in regelmäßigen Abständen fotografieren, Aufnahmen aus verschiedenen Monaten vergleichen und langsame Veränderungen erkennen, die mit bloßem Auge leicht zu übersehen sind. Du kannst Erinnerungen einstellen, damit die Beobachtung im Alltag nicht untergeht.

J-Skin-Tipp: Verbinde Schutz mit Beobachtung. Mach nach der Sommersaison, wenn die Haut am stärksten der Sonne ausgesetzt war, eine Reihe von Kontrollfotos deiner Muttermale in J-Skin und vergleiche sie mit den Frühjahrsaufnahmen. Ein guter Zeitpunkt, um mögliche Veränderungen zu erkennen.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn du wissen möchtest, wie oft du Kontrollfotos machen solltest, sieh dir unseren Ratgeber dazu an, wie oft du Muttermale fotografieren solltest. Denk aber daran: Keine App ersetzt die Untersuchung beim Hautarzt — J-Skin hilft bei der Beobachtung, die endgültige Beurteilung überlasse aber immer dem Arzt.

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